Messtechnik

Ringschergerät

Mittels Ringschergerät können die Fließeigenschaften von Schüttgütern objektiv gemessen und die Kraftübertragung in bzw. plastische Verformbarkeit von Schüttgütern bestimmt werden. Entscheidend sind diese Größen u.a. für Siloauslegungen, für Fragestellungen zur Dosierung und Verarbeitung pulverförmiger Ausgangsmaterialien und für die betriebliche Qualitätskontrolle.

Ein wesentlicher Vorteil der Ringscheranordnung gegenüber der linearen Jenike-Scheranordnung liegt in der Erzeugung definierter Ausgangszustände der Schüttung beim Anscheren, wobei infolge der Rotationsbewegung die Limitierung durch einen der Länge nach begrenzten Schwerweg, wie beim Jenike-Scherversuch, entfällt. Dadurch wird für ein definiertes Ausgangsmaterial eine gute Reproduzierbarkeit der Untersuchungen sichergestellt.

Allgemein Ringscherzelle VTIU

Infoblatt Schulze

 

Kontaktperson:
Markus Ellersdorfer

Simultane Thermoanalyse

Die simultane Thermoanalyse kombiniert in einer Messung die Thermogravimetrie (TG) mit der Differenz-Thermoanalyse (DTA). Installiert ist eine simultane TG-DTA/DSC Apparatur STA 449 C (Fa. Netzsch Gerätebau GmbH) als Basis-Gerät mit Mikrowaage mit elektronischer Kraftkompensation in oberschaliger Anordnung und motorischer Ofenhubvorrichtung. Die maximale Einwaage beträgt 5g (einschließlich Probenbecher) bei einer Waage-Auflösung von 0,1µg.

Die integrierte MFC-Gasregelung ist für nichtkorrosive und nichtexplosive Gase/Gasgemische bei Durchflüssen von 5ml/min bis 250 ml/min (Auflösung 1 ml/min bei N2) mit softwareprogrammierte Ansteuerung und Registrierung geeignet.

Der Hochtemperatur-Rohrofen mit Rh-Mäanderheizer und integriertem Schutzrohr für Gasspülung sowie eingebautem Regelthermoelement Typ S hat einen Arbeitstemperaturbereich von 25 bis1400°C (begrenzt durch den Dichtungssatz für korrosive Gase). Heizraten zwischen 0,01und 20 K/min sind möglich.

Das Evakuiersystem ist für automatischen Betrieb mit einer zweistufigen Drehschieberpumpe (4m3/h) ausgestattet. Der Gastransfer-Adapter für den Anschluss von Koppelanalytik (FTIR und QMS) ist heizbar bis 230°C.

Masseverlust und DSC-Antwortsignal der thermogravimetrischen Analyse einer Reststoffprobe. Die DSC-Antwort gestattet die Beurteilung der Exothermie bzw. Endothermie der ablaufenden Zersetzungs- und Umwandlungsreaktionen.

Zeitaufgelöstes FTIR-Spektrum der thermogravimetrischen Analyse einer Reststoffprobe; auf der Zeitachse der Darstellung entsprechen 10 min etwa 200°C Temperaturanstieg.

 

Kontaktperson:
Fritz Kittinger

Laser-Streulicht

Partikelkorngrößenanalyse via Laserstreuung (HELOS)

Ein Messgerät zur Bestimmung von Partikel- bzw. Tropfengrößenverteilungen (Fa. SYMPATEC;  Helos Vario KF Magic) auf dem Prinzip der Laserstreulichtmessung ist vorhanden. Damit sind Messungen von Korngrößen vom Submikrometer-Bereich bis in den Millimeterbereich möglich. Neben klassischen Labormessungen von diversen Pulverproben (trocken oder nass vorliegende disperse Systeme) bestehen damit zahlreiche Adaptierungs-Erfahrungen für prozessnahe Einsatzbedingungen dieser Messtechnik (vgl. Abb.).

Inline-Messung von Staub- bzw. Tropfenaerosol-Größenverteilungen in Prozessgasströmen von Abgaswäscheranlagen

 

Kontaktperson:
Jan Lubensky

 

Öffnungszeiten

Mo-Do 08:00-16:00
        Fr 08:00-12:00