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Lehrstuhl für Verfahrenstechnik des industriellen Umweltschutzes // Montanuniversität Leoben
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Vision

Vor dem Hintergrund des Klimawandels und der Diskussion um die Nachhaltigkeit wächst in der Industrie zunehmend das Interesse, Produktionsprozesse durch Einsatz erneuerbarer Materialien und Energiequellen umweltfreundlicher und effizienter zu gestalten, ohne die jahrelang optimierte, kosteneffiziente Produktion negativ zu beeinflussen. Die Einsparung von Kohlendioxid-Emissionen ist als alleiniger Anreiz für Investitionen in nachhaltige Technologien durch die niedrigen CO2-Zertifikatspreise derzeit in den Hintergrund getreten. Es muss daher zukünftig gelingen, erneuerbare Rohstoffe und Technologien in klassische Industrieprozesse so zu integrieren, dass Gesamtsysteme entstehen, die optimal aufeinander abgestimmt werden, gegenseitig voneinander profitieren können und damit letztlich wirtschaftlich tragbar sind.

Eine optimale Einbindung setzt jedoch eine genaue Kenntnis der klassischen Industrieprozesse und der Eigenschaften biogener und erneuerbarer Rohstoffe und Technologien voraus - als interdisziplinäre Ingenieurwissenschaft kann die Verfahrenstechnik hier eine Brücke schlagen.

Für die Bearbeitung dieser Fragestellungen im Grenzbereich zwischen klassischer Industrieproduktion und nachhaltiger Rohstoffversorgung wird das über Jahre hinweg aufgebaute Know-How des Lehrstuhls im Forschungsbereich "Renewable Materials Processing" gezielt gebündelt. Die Aufgaben des Forschungsbereiches liegen in der Bearbeitung komplexer ingenieurwissenschaftlicher bzw. verfahrenstechnischer Aufgabenstellungen zur technischen Nutzung biologischer Prozesse und biogener/erneuerbarer Materialien. Insbesondere werden folgende Schwerpunkte erforscht:

  • Verfahren zur kaskadischen Nutzung biogener Rohstoffe sowie Wertstoffextraktion aus biogenen Reststoffen
  • Prozesse zur Integration biogener Technologien und Rohstoffe in klassische Industrieverfahren – Stoffliche Nutzung von CO2
  • Nutzung von industrieübergreifenden Synergieeffekten sowie Material- und Energieströmen (circular economy)
  • Einsatz von Funktionsmineralen in der Verfahrens- und Umwelttechnik, insbesondere der Abwasserreinigung
  • Verknüpfung biotechnologischer Verfahren mit großtechnischer, industrieller Produktion
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